UV-Guide

Sonnenlicht tut gut aber ein Teil davon, die UV-Strahlung, kann die Haut schädigen, ohne dass wir es sofort spüren. Dieser Guide erklärt, was UV-Strahlung ist, wie der UV-Index funktioniert und wie unterschiedlich Hauttypen darauf reagieren.

Was ist UV-Strahlung?

Ultraviolette (UV-)Strahlung ist ein unsichtbarer Teil des Sonnenlichts. Sie ist energiereicher als das sichtbare Licht und kann Zellen und das Erbgut (DNA) in der Haut schädigen. Je nach Wellenlänge unterscheidet man drei Bereiche, die unterschiedlich tief in die Haut eindringen.

UVA

315–400 nm

Dringt tief in die Haut ein und gilt als Hauptursache für vorzeitige Hautalterung (Falten, Pigmentflecken). Trägt zur Entstehung von Hautkrebs bei. Durchdringt Wolken und Fensterglas.

UVB

280–315 nm

Wirkt vor allem in der Oberhaut und ist die Hauptursache für Sonnenbrand. Wichtiger Faktor bei Hautkrebs, regt aber auch die Bräunung und die Vitamin-D-Bildung an.

UVC

100–280 nm

Die energiereichste UV-Strahlung, wird jedoch fast vollständig von der Ozonschicht der Atmosphäre abgefangen und erreicht den Erdboden normalerweise nicht.

Wie stark die UV-Strahlung am Boden ankommt, hängt von mehreren Faktoren ab: dem Sonnenstand (Tages- und Jahreszeit), der geografischen Lage, der Höhe über dem Meer (in den Bergen ist sie stärker), der Bewölkung und der Reflexion durch Wasser, Sand oder Schnee.

Der UV-Index

Der UV-Index ist eine international einheitliche Skala, die angibt, wie stark die sonnenbrandwirksame UV-Strahlung an einem Ort ist. Je höher der Wert, desto schneller kann die Haut Schaden nehmen und desto wichtiger wird der Schutz.

UV-Index Belastung Empfehlung
0–2 Niedrig Kein besonderer Schutz nötig.
3–5 Moderat Sonnenschutz empfohlen: Creme, Schatten, Kopfbedeckung.
6–7 Hoch Schutz erforderlich. Mittagssonne meiden, Schatten suchen.
8–10 Sehr hoch Starker Schutz nötig. Aufenthalt im Freien einschränken.
11+ Extrem Direkte Sonne möglichst meiden, konsequenter Rundumschutz.

Den aktuellen UV-Index für deinen Standort findest du in unserem Berater.

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Die Fitzpatrick-Skala: Hauttypen I–VI

Nicht jede Haut reagiert gleich auf die Sonne. Der US-amerikanische Dermatologe Thomas B. Fitzpatrick entwickelte eine Einteilung, die die Haut nach ihrer Reaktion auf UV-Strahlung in sechs Typen gliedert. Maßgeblich sind dabei nicht nur die Hautfarbe, sondern auch Haar- und Augenfarbe sowie die Neigung zu Sonnenbrand und Bräunung.

Entscheidend ist der natürliche Pigmentgehalt der Haut (Melanin): Je mehr Melanin, desto dunkler die Haut und desto höher der körpereigene UV-Schutz. Helle Hauttypen mit wenig Melanin sind besonders empfindlich und brauchen konsequenten Schutz. Der Hauttyp bestimmt mit, wie schnell man einen Sonnenbrand bekommt und welcher Lichtschutzfaktor sinnvoll ist.

Typ Merkmale Reaktion auf Sonne
I Sehr helle Haut, oft Sommersprossen, rötliches oder hellblondes Haar, helle Augen. Bekommt fast immer Sonnenbrand, bräunt praktisch nie. Sehr empfindlich.
II Helle Haut, blondes Haar, blaue/grüne/graue Augen. Bekommt leicht Sonnenbrand, bräunt nur langsam und schwach.
III Mittelhelle Haut, dunkelblondes bis braunes Haar. Manchmal Sonnenbrand, bräunt allmählich zu hellem Braun.
IV Hellbraune/olivfarbene Haut, braunes Haar, braune Augen. Selten Sonnenbrand, bräunt gut und schnell.
V Dunkelbraune Haut, dunkles Haar. Sehr selten Sonnenbrand, bräunt stark und tief.
VI Sehr dunkle/schwarze Haut, schwarzes Haar. Kaum je Sonnenbrand, natürlicher Schutz am höchsten.
Wichtig: Auch dunkle Hauttypen sind nicht vollständig geschützt. Der natürliche Eigenschutz reicht nie für lange, ungeschützte Aufenthalte in starker Sonne. UV-Schäden entstehen bei allen Hauttypen, oft unbemerkt und langfristig.

Du bist dir bei deinem Hauttyp unsicher? Finde ihn mit ein paar Fragen heraus.

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Warum UV-Schutz wichtig ist

Kurzfristig zeigt sich zu viel UV als Sonnenbrand. Langfristig kann UV-Strahlung die Haut vorzeitig altern lassen, Pigmentstörungen verursachen und das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Auch die Augen können geschädigt werden. Ein Sonnenbrand ist nie „nur" eine vorübergehende Rötung, sondern ein Zeichen für bereits entstandenen Zellschaden.

Die gute Nachricht: Mit dem Wissen über den eigenen Hauttyp, einem Blick auf den UV-Index und dem richtigen Schutz lässt sich das Risiko deutlich senken, ohne auf die Sonne verzichten zu müssen. Konkrete Hinweise dazu findest du in unseren Tipps und Anwendung.